Referenzen - BV: Riedbergwelle

Frankfurt-Riedberg

Projekt:

Neubau von 13 MFH mit 160 WE und TG mit 149 Stellplätzen

Bausegment:

Wohngebäude

Beschreibung

13 MFH (160 WE) mit TG (149 Stellplätze). Ein Gebäuderiegel mit neuen viergeschossigen Wohnhäusern an der Straße sowie vier freistehenden Häusern mit jeweils drei Geschossen im Osten des 12000 m² großen Areals. Wohnungsgrößen liegen zwieschen 55 m² - 113 m² und bieten Wohnraum für zwei - bis fünf Personen - Haushalte  

Leistungsbereiche:

Rohbauarbeiten 

Jahr der Fertigstellung:

2015

Pressestimmen

Wohnungsbau in Frankfurt
Für den Deutschen Bauherrenpreis ist gerade mal ein Gebäude aus Frankfurt nominiert - das sagt viel aus über die Qualität des hiesigen Wohnungsbaus.

Es gibt tatsächlich Vorgärten hinter einem Zaun. Das sticht ins Auge, weil es ungewöhnlich ist. Die Häuser umstehen einen begrünten Innenhof, der zum Verweilen einlädt. Die Fenster sind sehr groß und lassen viel Licht in die Wohnungen, die Erdgeschosse sind gestalterisch abgesetzt. Das ist die „Riedbergwelle“ mit 170 Unterkünften an der Stauffenbergallee, entworfen vom Frankfurter Architekten Stefan Forster. Das Wohnquartier ist jetzt für den Deutschen Bauherrenpreis 2018 nominiert worden – die wichtigste Auszeichnung im Bereich des Wohnungsbaus in Deutschland.


Der Bauherr, die Wohnungsgesellschaft Nassauische Heimstätte, darf sich freuen. Doch für die Qualität des Wohnungsbaus in Frankfurt ist der Vorgang ein Alarmzeichen. Denn die „Riedbergwelle“ im Stadtteil Riedberg ist unter 33 nominierten Projekten das einzige aus Frankfurt. München ist mit vier Wohnquartieren in der Endausscheidung, Berlin und Bremen sind jeweils mit drei dabei. Peter Cachola Schmal, der Direktor des Deutschen Architekturmuseums (DAM) in Frankfurt, sagt es im FR-Interview unmissverständlich: Außergewöhnliche, interessante, gar experimentelle Wohngebäude gebe es in Frankfurt nicht. „Wir sind da noch nicht sehr weit vorangekommen.“


Der nominierte Frankfurter Architekt Stefan Forster und sein Team gehören zu den renommiertesten Büros für Wohnungsbau in Frankfurt. Forster hat schon eine Reihe von Preisen gewonnen. Aus seiner Erfahrung heraus urteilt er klar: „Viele Investoren legen keinen Wert auf Qualität in der Architektur.“ Es gehe ihnen nur darum, „Geld zu sparen“. Forster warnt eindringlich vor den Folgen dieser Mentalität. „Wir dürfen nicht wieder in die 60er Jahre zurückfallen.“ Damals habe in Deutschland das Motto gegolten „Arme Leute, beschissene Wohnung“. Wenn diese Regel heute wieder Platz greife, „dann laufen wir in einen sozialen Konflikt hinein“. 



Frankfurter Rundschau am 14. August 2017